Carl Justus Heyer
Carl Justus Heyer (*9. April 1797, Bessunger Forsthaus, Darmstadt; &dagger 24. August 1856, Gießen) war forstlicher Praktiker, Lehrer und WissenschaftlerAuch er stammt wie seine Zeitgenossen Hartig und Cotta aus einer Försterfamilie. Nach Besuch des Gymnasiums und der väterlich geführten Meisterschule, schloß sich ein Studium in Gießen an. Kurze Zeit war er auch Schüler von Cotta in Tharandt, eher er ab 1817 in verschiedenen Stellen der hessischen Forstverwaltung tätig war.
Aufgrund seines immensen Arbeitspensums fiel er Hundeshagen, der ihn 1824 die Position des zweiten Lehrers (Verwaltung eines Lehrreviers) in der neugegründeten Forstlehranstalt verschaffte. Das Arbeitsverhältnis zerbrach, als Hundeshagen, bereits gekennzeichnet durch seine Krankheit, immer übellauniger wurde. Heyer quitierte seinen Dienst an der Lehranstalt und wurde Forstmeister im Dienste des Grafen von Erbach. Nach Hundeshagens Tod kehrte er an die Universität Gießen zurück und nahm nun dessen Stelle ein. Heyer verband große praktische Kompetenz mit fundiertem theoretischen Wissen. Er soll ein ausgezeichneter Lehrer gewesen sein und verfaßte vielbeachtete Werke zu den Themen Forsteinrichtung, Waldbau und der Ertragslehre.