Comitia
Comitia (lateinischer Plural von
Comitium, "Versammlungsort") war im
antiken Rom die Bezeichnung für die Volksversammlung. In diesen Versammlungen wurde das Ergebnis einer Wahl oder Abstimmung nicht aufgrund der einzelnen Stimmen ermittelt, sondern aufgrund der Abstimmungsresultate in einzelnen Gruppen. Je nach Art dieser Gruppe unterscheidet man folgende Comitien:
Wie viel Einfluss das Volk in der
römischen Republik über die Comitien auf die Politik hatte, ist in der Forschung umstritten. Während
Polybios Rom als Beispiel für eine Mischverfassung ansah, in der
monarchische (Magistrate),
aristokratische (
Senat) und
demokratische (Comitien) Elemente sich die Waage hielten, sah die spätere Forschung ein eindeutiges Übergewicht des Senats, der (bzw. die in ihm führenden Politiker) die Entscheidungen der Volksversammlung vorherbestimmt habe. In den letzten Jahren haben einige Historiker wieder eine stärkere Rolle der Plebs und damit der Comitien angenommen.