Kleine Horde
Die Kleine Horde (kasachisch: Kişi Şus = "Jüngere Schus") umfaßt das westliche Nomadengebiet Kasachstans. Die Russen und die Europäer des 18/19. Jahrhunderts nannten diese Horde nur Kleine Kirgisen-Horde.Seine turkotatarischenen Bewohner führen sich im wesentlichen auf die Große Nogaier-Horde zurück, auch stehen sie sprachlich den eigentlichen Nogaier näher als den Kasachen.
Entstanden könnte diese Horde bereits im 15. Jahrhundert sein, da sie bereits dort als Teil des Kasachen-Khanates erwähnt wird. Doch der Name des ersten bekannten Herrschers wird erst im 18. Jahrhundert erwähnt. Dieser gilt als einer der Nachfolger Kaip Khans, der bis 1718 das Kasachen-Khanat beherrschte.
Noch im 18. Jhd. wurde die Kleine Horde in zwei Teil-Khanate gegliedert.
1725-1821 war das Gebiet der Kleinen Horde mit der Großen Horde vereinigt. In dem Gebiet der Kleinen Horde wurde schließlich auch die Buqai-Horde begründet, die das alte Kasachen-Khanat noch einmal zu alter Größe führen sollte.
Zwischen 1821 bis 1841 stand die Kleine Horde unter russischer Verwaltung.
Fürstenliste
Nach 1847 gehörte die Kleine Horde endgültig zu Russland.