Kommandobrücke
Kommandobrücke, auch einfach Brücke (engl. bridge) genannt, bezeichnet das Deck auf einem Seeschiff, auf dem die Seewache gegangen wird. Traditionell im 4-Stunden-Wechsel wird das Schiff von hier aus vom Nautischen Offizier geführt.Die Brücke besteht aus dem geschlossenen Teil, dem Ruderhaus und den an beiden Seiten daran anschließenden offenen Teilen, den Nocken oder Brückennocken.
Im Ruderhaus befinden sich die Kommandoanlagen, wie das Ruder und der Maschinentelegraf und Kommunikationsgeräte sowie die wichtigsten nautischen Instrumente, wie z.B. der Magnetkompass. Ein Teil der Brücke ist auch der Kartenraum, in dem die Seekarten lagern und am Kartentisch die Navigation betrieben wird.
Der Begriff "Brücke" kommt aus der Zeit der Raddampfer, als zwischen den beiden Radkästen ein Steg, eben eine Brücke, gebaut wurde, auf der der Schiffsführer stand.
Streng genommen ist die Brücke das gesamte Deck und der geschlossene Teil ist das Ruderhaus. Somit besteht die Brücke aus Ruderhaus und Nocken. im Sprachgebrauch wird jedoch meist der geschlossene Teil als Brücke bezeichnet.
An beiden Seiten des Ruderhauses schließt sich eine Nock oder Brückennock (engl. bridgewing) an. Ein meist nicht überdachter Teil, von wo aus das Schiff bei Manövern geführt wird und der wachhabende nautische Offizier während seiner Wache bestimmte Tätigkeiten durchführt, z. B. Berechnung des Abweichung des Kompasses (Fehlweisung).