Theorie des Millikan-Versuchs
Millikan berechnete die Elementarladung ursprünglich, indem er die
Sinkgeschwindigkeit eines Öltröpfchens erst nur unter Gravitation und
dann im elektrischen Feld gemessen hat.
Dabei wirken folgende Kräfte:
1.Gravitationskraft:
2.Auftriebskraft:
3.Stokessche Reibungskraft:
4.Kraft im elektrischen Feld:
Dabei bedeuten:
= Viskosität der Luft
= Dichte des Öls
= Dichte der Luft
= Sinkgeschwindigkeit ohne angelegte Spannung
= Steiggeschwindigkeit bei angelegter Kondensatorspannung
Ist am Kondensator keine Spannung angelegt, wirken nur Gravitations-, Auftriebs- und Reibungskraft auf die Öltröpfchen. Dabei führen sie zu Beginn eine beschleunigte Fallbewegung aus, die jedoch nach dem Bruchteil einer Sekunde zu
einer konstanten Sinkgeschwindigkeit vg wird, da die Stocksche Reibungskraft mit zunehmender Fallgeschwindigkeit proportional zunimmt, wodurch sich folgendes Kräftegleichgewicht einstellt: Aus dieser Gleichung lässt sich durch Umstellen und Ersetzen r berechnen.
Wird nun an die Kondensatorplatten eine Gleichspannung angelegt,
wobei an der oberen Platte eine der Tröpfchenladung entgegengesetzte
Spannung anliegt, wirken elektrisches Feld und Auftriebskraft entgegen
der Gravitations- und Reibungskraft. Aufgrund der Reibungskraft stellt sich
erneut ein Kräftegleichgewicht ein: .
Aus diesen beiden Kräftegleichgewichten lässt sich nun die Ladung errechnen. Diese stellt wiederum ein vielfaches der Elementarladung dar.