Topas
Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Edelstein Topas. Für den gleichnamigen Film siehe Topas (Film).
| Topas | |
Rohtopas im Gegenlicht | |
| Chemismus | Al2SiO4(OH, F)2 |
| Kristallsystem | orthorhombisch |
| Kristallklasse | ___ |
| Farbe | variabel, oft gelbbraun, blau, violett, rot, farblos |
| Strichfarbe | weiß |
| Härte | 8 |
| Dichte | 3,5 bis 3,6 |
| Glanz | Glasglanz |
| Opazität | durchsichtig, durchscheinend |
| Bruch | muschelig, uneben |
| Spaltbarkeit | leicht spaltbar |
| Habitus | prismatisch |
| häufige Kristallflächen | ___ |
| Zwillingsbildung | ___ |
| Kristalloptik | |
| Brechungsindices | ___ |
| Doppelbrechung | ___ |
| Pleochroismus | ___ |
| optische Orientierung | ___ |
| Winkel/Dispersion der optischen Achsen | 2vz ~ ___
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| weitere Eigenschaften | |
| chemisches Verhalten | ___ |
| ähnliche Minerale | ___ |
| Radioaktivität | nicht radioaktiv |
| Magnetismus | nicht magnetisch |
| besondere Kennzeichen | ___ |
Topas ist trotz einer Härte von 8 leicht spaltbar, wodurch es schwierig zu bearbeiten ist. Der Bruch ist muschelig bis uneben.
| Table of contents |
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2 Verwendung als Rohstoff 3 Geschichte 4 Sonstiges 5 Weblinks |
Topas findet sich in Form charakteristischer prismatischer, auf der Unterlage aufgewachsener Kristalle, daneben aber auch massiv oder in einer körnigen Variante. Meist tritt er zusammen mit Beryll, Turmalin und Apatit in sauren magmatischen Gesteinen wie Granit-assoziierten Pegmatiten auf, daneben kommt er auch in Greisen und als Mineralseife z. B. in Flusssedimenten vor. In Brasilien gibt es große Lagerstätten, in denen besonders große Kristalle gefunden wurden. Weitere wichtige Fundorte liegen in der Tschechoslowakei, in Sachsen , Norwegen, Schweden, Japan, Mexiko, den Vereinigten Staaten, Sri Lanka, Birma und Pakistan.
Topas ist in reiner Form ein wertvoller Schmuckstein. Der größte jemals gefundene Topaskristall wog 271 kg, der schwerste geschliffene blaue Topas 4,2 kg.
Nach Angaben des römischen Naturforschers Plinius des Älteren stammt der Name Topas von der Insel Topazos ab, die im Roten Meer gelegen ist. Tatsächlich wurde aber dort kein Topas, sondern ein anderes Mineral, Olivin, abgebaut, dass jedoch lange mit Topas verwechselt wurde.
Ebenfalls verwechselt wurde im Jahre 1740 ein anderer Topas, der so genannte Braganza-Diamant. Wie der Name bereits andeutet, nahm man zu der Zeit fälschlicherweise an, dass es sich bei ihm um einen Diamanten handelt - in diesem Glauben wurde er jedenfalls in die portugiesische Krone eingesetzt!
Die Handelsnamen Goldtopas und Madeiratopas bezeichnen Citrin oder gelbgebrannten Amethyst, der Rauchtopas ist ein Rauchquarz; dies alles sind mit dem echten Topas in keiner Beziehung stehende makrokristalline Varietätenen der Quarz-Gruppe.
Siehe auch: Liste von MineralenVorkommen
Verwendung als Rohstoff
Geschichte
Sonstiges